Bildrechtlos 2018

Fotowettbewerbe mit Bildspende-Bedingung
Unser Ratschlag: Die Teilnahmebedingungen sorgfältig studieren und dabei bedenken, dass die Nutzungsrechte-Klauseln bei Fotowettbewerben aus der Feder professioneller Werbe- und PR-Agenturen ganz bewußt und nicht aus Versehen als »Ausnutzungsrechte« formuliert werden und genauso gemeint sind, wie sie dort stehen, denn es gehört zum Berufsbild jedes Öffentlichkeitsarbeiters, über Bildrechte Bescheid zu wissen.

bis 14.02.2018 SpaceNet Award 2018

Zum Jahresthema »Quintessenz« kann jeder bisher unveröffentlichte Fotos mit einer Mindestauflösung von 5 Megapixeln einreichen. Die besten Fotos und Kurzgeschichten werden wieder in einem Buch veröffentlicht. Der erste Platz in den Kategorien Bild und Text ist jeweils mit 2.500 Euro dotiert; zweiter und dritter Platz mit jeweils 200 Euro. Und es gibt einen Nachwuchspreis für unter 18-Jährige mit jeweils 200 Euro je Kategorie Bild und Text.
http://www.spacenet-award.de

»Rechteeinräumung durch die Teilnehmer
Der Teilnehmer bestätigt und gewährleistet gegenüber dem Veranstalter, dass er über sämtliche Rechte in Bezug auf die von ihm eingestellten Beiträge und Photos verfügt und diese dem Veranstalter ohne die Verletzung von Rechten Dritter, gleich welcher Art, einräumen kann. Für den Fall, dass der Text oder das Photo des Teilnehmers gegen die vorgenannten Anforderungen verstößt, stellt er den Veranstalter von jeglicher daraus resultierenden Haftung gegenüber Dritten frei und erklärt sich damit einverstanden, dem Veranstalter alle daraus entstehenden Schäden zu ersetzen.

Der Teilnehmer räumt der SpaceNet AG kostenfrei, unwiderruflich sowie zeitlich und räumlich unbeschränkt die erforderlichen Rechte an den eingereichten Beiträgen und Photos ein. Dies beinhaltet insbesondere das Recht, die Beiträge und Photos öffentlich zugänglich zu machen, zum Beispiel für die Veröffentlichung auf der Website, in einem Buch oder Bildband sowie für weitere Marketingzwecke jeglicher Art. Mit dem Einverständnis und dem Hochladen überträgt der Teilnehmer dem Veranstalter diese Nutzungsrechte unentgeltlich, also ohne dass der Veranstalter dem Teilnehmer eine Vergütung zahlt.«
Quelle: https://spacenet-award.space.net/globale-navigation/teilnahmebedingungen/index.html


bis 26.02.2018 Olympus weltweit

Olympus Global Open Photo Contest 2017-18

Profi- und Amateur-Fotografen aus aller Welt können am 3. Olympus Global Open Photo Contest teilnehmern unabhängig von ihrer Fotoausrüstung und bis zu fünf JPEGs pro Kategorie mit einer Größe von maximal 15 MB pro Datei hochladen. Sechs Kategorien: Getting Outside, Art, Power of Life, Light, Stories, Connections to Cherish
Preise: 1 Millionen Yen (ca. 7.500 Euro) + hochwertiges Foto-Equipment von OLYMPUS
https://gopc.olympus-global.com/2017

»Urheberrechte der eingereichten Fotos
Die Urheberrechte der Einsendungen bleiben beim Teilnehmer, und der Teilnehmer gibt Olympus die Zustimmung, einige oder alle eingereichten Bilder in bzw. auf seinen Websites, Katalogen, Postern, Magazinen oder Zeitungsartikeln, Büchern, Websites von Dritten, Ausstellungen und jeglichen anderen Werbematerialien veröffentlichen zu dürfen. Die Nutzungsrechte werden für einen Zeitraum von 3 Jahren und für weltweite Nutzung übertragen.
(…)
9. Eingereichte Fotos werden auf der Website des Fotowettbewerbs während und nach dem Teilnahmezeitraum angezeigt (Fotos können nicht von der Website entfernt werden, sobald der Einreichungszeitraum vorbei ist) und zudem möglicherweise in Werbematerialien von Olympus veröffentlicht (siehe Urheberrechte der eingereichten Fotos). Olympus behält sich das Recht vor, Fotos bei der Verwendung zu Werbezwecken zu bearbeiten.«

https://gopc.olympus-global.com/2017

bis 26.02.2018 Olympus Global Open Photo Contest 2017-18
Profi- und Amateur-Fotografen aus aller Welt können am 3. Olympus Global Open Photo Contest teilnehmern unabhängig von ihrer Fotoausrüstung und bis zu fünf JPEGs pro Kategorie mit einer Größe von maximal 15 MB pro Datei hochladen.

Allgemeines Ausnutzungsrecht?

Bildrechte einsacken
Jahrein jahraus und völlig ungestört schreiben Zeitschriften- und Buchverlage, Tageszeitungen, Fotobuch-Dienstleister, Fotocommunities und nicht zuletzt soziale Verbände und staatliche Stellen Fotowettbewerbe mit deutlich unfairen Bedingungen aus.

Diese Ausnutzung von Fotografen würde allerdings nicht so prächtig und flächendeckend funktionieren, wenn die von Ehrgeiz getriebenen Damen und Herren Hobby-Bildproduzenten einen klaren Gedanken fassen wollten zur entscheidenden Frage: »Wer will zu welchem Zweck meine Bilder?«

Wenn ein Fotowettbewerb-Veranstalter die freie Nutzung (!) aller (!) eingereichten Beiträge beansprucht, ist das eine unangemessene Benachteiligung der Teilnehmer, auf die man sich – egal ob Profi oder Amateur – nicht einlassen sollte, zumal der Bildautor für alle rechtlichen Risiken der fremden Bildnutzung haften muss.

»Jeder Teilnehmer gewährt … das unentgeltliche, zeitlich unbefristete Recht … die eingereichten Fotoarbeiten in jeder Art zu publizieren … und stellt den Veranstalter von allen Folgeschäden frei …«

»Der Teilnehmer ist im Besitz sämtlicher Rechte an den Aufnahmen und tritt mit der Einsendung diese Rechte an FIRMENNAME für werbliche Zwecke ab. Er erklärt sein Einverständnis, dass Namen und Fotos im Internet unentgeltlich veröffentlicht sowie unbegrenzt für FIRMENNAME-Promotion-Zwecke verwendet werden können.«

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