bis 31.12.2018 Alles nur geklaut?

bis 31.12.2018 Alles nur geklaut?
Fotowettbewerb für Hobbyfotografen zum Thema Wissenstransfer
https://www.lwl.org/industriemuseum/ausstellungen/allesnurgeklaut/fotowettbewerb

Fotowettbewerbe mit Bildspende-Bedingung
Unser Ratschlag: Die Teilnahmebedingungen sorgfältig studieren und dabei bedenken, dass die Nutzungsrechte-Klauseln bei Fotowettbewerben aus der Feder professioneller Werbe- und PR-Agenturen ganz bewußt und nicht aus Versehen als »Ausnutzungsrechte« formuliert werden und genauso gemeint sind, wie sie dort stehen, denn es gehört zum Berufsbild jedes Öffentlichkeitsarbeiters, über Bildrechte Bescheid zu wissen.

bis 31.12.2018 Alles nur geklaut?

Fotowettbewerb für Hobbyfotografen zum Thema Wissenstransfer
Das LWL-Industriemuseum sucht Bilder, die sich den abenteuerlichen Wegen des Wissens widmen, und belohnt sie mit Wertgutscheine für Fotodrucke des Wettbewerbs-Sponsors meinfoto.de.
https://www.lwl.org/industriemuseum/ausstellungen/allesnurgeklaut/fotowettbewerb

Nutzungsrechte/Rechtseinräumung
»Jede/r Teilnehmer/in räumt dem Veranstalter die räumlich, zeitlich und inhaltlich unbeschränkten, nicht ausschließlichen Nutzungsrechte an den eingereichten Bildern honorarfrei ein.«
https://www.lwl.org/wim-download/pdf/Teilnahmebedingungen_Fotowettbewerb.pdf


Allgemeines Ausnutzungsrecht?

Bildrechte einsacken
Jahrein jahraus und völlig ungestört schreiben Zeitschriften- und Buchverlage, Tageszeitungen, Fotobuch-Dienstleister, Fotocommunities und nicht zuletzt soziale Verbände und staatliche Stellen Fotowettbewerbe mit deutlich unfairen Bedingungen aus.

Diese Ausnutzung von Fotografen würde allerdings nicht so prächtig und flächendeckend funktionieren, wenn die von Ehrgeiz getriebenen Damen und Herren Hobby-Bildproduzenten einen klaren Gedanken fassen wollten zur entscheidenden Frage: »Wer will zu welchem Zweck meine Bilder?«

Wenn ein Fotowettbewerb-Veranstalter die freie Nutzung (!) aller (!) eingereichten Beiträge beansprucht, ist das eine unangemessene Benachteiligung der Teilnehmer, auf die man sich – egal ob Profi oder Amateur – nicht einlassen sollte, zumal der Bildautor für alle rechtlichen Risiken der fremden Bildnutzung haften muss.

»Jeder Teilnehmer gewährt … das unentgeltliche, zeitlich unbefristete Recht … die eingereichten Fotoarbeiten in jeder Art zu publizieren … und stellt den Veranstalter von allen Folgeschäden frei …«

»Der Teilnehmer ist im Besitz sämtlicher Rechte an den Aufnahmen und tritt mit der Einsendung diese Rechte an FIRMENNAME für werbliche Zwecke ab. Er erklärt sein Einverständnis, dass Namen und Fotos im Internet unentgeltlich veröffentlicht sowie unbegrenzt für FIRMENNAME-Promotion-Zwecke verwendet werden können.«

Fotowettbewerbe unter rechtlichen Gesichtspunkten

Dem einzelnen Fotografen steht es frei, dem Veranstalter eines Fotowettbewerbs auf dem Weg einer »einzelvertraglichen Schenkung« die Nutzungsrechte an seinen eingereichten Fotos zu überlassen.

Fordert der Veranstalter eines Fotowettbewerbs jedoch bereits in seinen Teilnahmebedingungen ein unentgeltliches Nutzungsrecht für alle eingereichten Wettbewerbsbeiträge, verletzt er damit das im Urhebergesetz (UrhG § 32) festgeschriebene Recht auf angemessene Vergütung.